Das Gesetz auf einen Blick
Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) gilt seit dem 1. Januar 2019. Es trennt drei Gruppen: Spielbanken (Casinospiele, auch online), Grossspiele wie Lotterien und Sportwetten sowie kleine Spiele. Casinospiele online dürfen nur Spielbanken anbieten, die eine Konzession des Bundes haben. Die Aufsicht liegt bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK), für Lotterien und Sportwetten bei der interkantonalen Behörde Gespa.
Wichtig für dich: Das Gesetz richtet sich in erster Linie an Anbieter. Es sagt, wer anbieten darf, wie Spielerschutz organisiert sein muss und wie der Zugang zu nicht bewilligten Angeboten gesperrt wird.
Die Bausteine, die dich betreffen
| Baustein | Was er bewirkt | Fundstelle |
|---|---|---|
| Konzession für Online-Casinos | Nur konzessionierte Spielbanken dürfen Online-Casinospiele anbieten | BGS, Kapitel Spielbanken |
| Spielsperre | Bewilligte Anbieter schliessen Personen vom Spiel aus, auf deren Wunsch oder wenn Überschuldung oder unverhältnismässige Einsätze bekannt sind | Art. 80 BGS |
| Aufhebung der Sperre | Die Sperre kann aufgehoben werden, wenn der Grund weggefallen ist | Art. 81 BGS |
| Sperrregister | Gemeinsames Register der Sperren bei bewilligten Anbietern | Art. 82 BGS |
| Sperrung des Zugangs | Zugang zu nicht bewilligten Online-Geldspielen wird gesperrt, Sperrlisten sind öffentlich | Art. 86 BGS |
| Strafbestimmungen | Betreffen das Anbieten ohne Bewilligung und weitere Widerhandlungen | Art. 130 ff. BGS |
Sperrlisten: wie sie funktionieren
Die ESBK und die Gespa führen je eine Liste von Domains, deren Zugang gesperrt wird. Betroffen sind Online-Angebote ohne Schweizer Bewilligung, die sich an die Schweiz richten. Die Sperre erfolgt auf Ebene der Internetanbieter (DNS-Sperre). Das Bundesgericht hat entsprechende Sperren als zulässig bestätigt. Ein Anbieter kann sich gegen einen Eintrag wehren und etwa nachweisen, dass er die Schweiz technisch ausschliesst.
Ob eine bestimmte Domain gesperrt ist, kannst du auf den Seiten von ESBK und Gespa nachsehen. Steht sie auf einer Liste, ist die Seite aus der Schweiz nicht erreichbar. Wir geben keine Anleitung, wie man das umgeht.
18+. Spiele nur mit Geld, das du entbehren kannst. Regeln und Schutz unterscheiden sich von lizenzierten Schweizer und österreichischen Anbietern.
Spielsperre: was sie ist und wann sie greift
Eine Spielsperre bedeutet: Bewilligte Anbieter nehmen dich nicht mehr zum Spiel an. Sie kann auf deinen Wunsch erfolgen oder durch den Anbieter, wenn er weiss oder annehmen muss, dass du überschuldet bist, deinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommst oder Einsätze riskierst, die in keinem Verhältnis zu deinem Einkommen und Vermögen stehen. Die Sperre wird im gemeinsamen Register geführt, damit du nicht beim nächsten bewilligten Anbieter weiterspielen kannst.
Ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ist an dieses Register nicht angeschlossen. Das ist kein Schlupfloch. Wer gesperrt ist, soll nicht spielen. Das gilt bei RooRoll und überall sonst.
Du bist in der Schweiz oder in Österreich gesperrt, oder du merkst, dass das Spielen dir entgleitet? Spiele nicht. Eine Spielsperre schützt dich, und eine Seite, die sie nicht kennt, ist eine Lücke im Schutz, kein Vorteil. Hilfe in der Schweiz: SOS Spielsucht, Helpline 0800 040 080 (kostenlos und anonym, sos-spielsucht.ch; Online-Beratung über safezone.ch). Hilfe in Österreich: Spielerschutz-Hotline 0800 202 304 (gebührenfrei, betrieben von der Plattform playsponsible.at der Casinos Austria und Österreichische Lotterien) oder unabhängig die Spielsuchthilfe (kostenfrei, vertraulich).
Was das für RooRoll heisst
RooRoll besitzt keine Schweizer Bewilligung. Du verzichtest also auf die Aufsicht der ESBK, den Schweizer Beschwerdeweg, die landesweite Spielsperre und die steuerliche Behandlung bewilligter Spiele. Im Gegenzug erhältst du über 10'000 Games, Krypto- und Kartenzahlung und das Willkommenspaket von 100 % bis 500 € plus 200 Freispielen. Ob dieser Tausch für dich passt, entscheidest du selbst. Wir möchten nur, dass du ihn kennst.
Quellen und Stand
Gesetzestext: Fedlex. Sperrliste und Konzessionen: ESBK. Lotterien, Sportwetten und Gespa-Sperrliste: Gespa. Wir haben die Artikelnummern anhand der amtlichen Inhaltsübersicht geprüft und fassen den Inhalt sinngemäss zusammen. Massgeblich ist immer der Gesetzestext in seiner geltenden Fassung.
Fragen zum Geldspielgesetz
Seit wann gilt das Geldspielgesetz?
Das Gesetz ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Es hat das frühere Spielbanken- und Lotteriegesetz abgelöst.
Wer darf in der Schweiz Online-Casinos anbieten?
Nur Spielbanken mit Konzession des Bundes. Sie werden von der ESBK beaufsichtigt.
Was ist das Sperrregister?
Ein Register der Spielsperren bei bewilligten Anbietern (Art. 82 BGS). Eine Sperre dort gilt bei allen angeschlossenen Anbietern.
Kann ich eine Sperre wieder aufheben lassen?
Ja, wenn der Grund weggefallen ist. Zuständig ist der Anbieter, der die Sperre verhängt hat (Art. 81 BGS).
Gilt das Gesetz auch für ausländische Anbieter?
Es verbietet ihnen, ohne Bewilligung in der Schweiz anzubieten, und sieht die Sperrung des Zugangs vor. Es setzt aber nicht automatisch fest, wie ein Streit mit einem Anbieter im Ausland ausgeht.
18+. Spiele nur mit Geld, das du entbehren kannst. Regeln und Schutz unterscheiden sich von lizenzierten Schweizer und österreichischen Anbietern.
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