Das Monopol, wie es heute gilt
Das Glücksspielgesetz (GSpG, BGBl. Nr. 620/1989) reserviert Glücksspiele dem Bund (Glücksspielmonopol). Wer Glücksspiele anbieten will, braucht eine Konzession des Finanzministeriums; den gesamten Gesetzestext findest du im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS). Online-Casinospiele sind derzeit über win2day der Casinos Austria zugänglich. Informationen zu Spielerschutz und Glücksspielaufsicht stellt das Bundesministerium für Finanzen bereit.
Österreichische Gerichte haben das Konzessionssystem bisher als mit EU-Recht vereinbar angesehen. Ob und wie sich das ändert, entscheiden Gesetzgeber und Gerichte, nicht wir.
Reform im Anmarsch. Presseberichten vom Juni 2026 zufolge haben sich ÖVP, SPÖ und NEOS auf ein neues Glücksspielgesetz geeinigt, das Online-Casinos erstmals regulär zulassen soll, mit Einsatz- und Einzahlungslimits. Das Inkrafttreten wird für Oktober 2027 erwartet. Wir haben nur Berichte gelesen, nicht den beschlossenen Gesetzestext. Bis dahin gilt das GSpG wie oben beschrieben. Quelle: CasinoBeats, 22.06.2026.
Konzessionierter Anbieter oder nicht: der Unterschied
| Punkt | Mit österreichischer Konzession | Ohne österreichische Konzession |
|---|---|---|
| Aufsicht | Finanzministerium, Konzessionsbedingungen | Behörde im Herkunftsland oder keine |
| Spielerschutz | Pflichten zu Limits, Identitätsprüfung, Selbstsperre | Je nach Anbieter freiwillig |
| Sperren | Sperren gelten beim jeweiligen Anbieter | Eine österreichische Sperre ist dort nicht hinterlegt |
| Rechtsweg bei Streit | Österreichische Gerichte, Beschwerde an die Aufsicht | Schwer, weil Anbieter und Vollstreckung im Ausland liegen |
| Bonus und Limits | Strenger geregelt | Häufig grösser, aber Bedingungen bleiben beim Anbieter |
Verluste zurückfordern: was Gerichte sagen
In Österreich haben Spielerinnen und Spieler gegen Anbieter ohne Konzession geklagt. Nach unserer Lektüre mehrerer Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs (zum Beispiel 1 Ob 172/22h, nachlesbar im RIS) können Einsätze bei nicht konzessionierten Online-Anbietern abzüglich der Auszahlungen zurückgefordert werden. Die Entscheidungen betreffen aber meist Anbieter, deren Sitz im Ausland liegt, und ein Urteil gegen einen Anbieter in Malta lässt sich in der Praxis nur schwer vollstrecken. Die Rechtslage ändert sich laufend. Eine individuelle Einschätzung gibt eine Rechtsberatung.
18+. Spiele nur mit Geld, das du entbehren kannst. Regeln und Schutz unterscheiden sich von lizenzierten Schweizer und österreichischen Anbietern.
RooRoll aus österreichischer Sicht
RooRoll hat keine österreichische Konzession. Dafür erhältst du über 10'000 Games, Zahlung mit Krypto und Karten und 100 % bis 500 € plus 200 Freispielen. Du verzichtest auf österreichische Aufsicht, auf den Rechtsweg im Inland und auf die Sperren der konzessionierten Anbieter. Beträge stehen in Euro, die Mindesteinzahlung beträgt 20 €. Details dazu auf der Seite RooRoll im Überblick.
Du bist in der Schweiz oder in Österreich gesperrt, oder du merkst, dass das Spielen dir entgleitet? Spiele nicht. Eine Spielsperre schützt dich, und eine Seite, die sie nicht kennt, ist eine Lücke im Schutz, kein Vorteil. Hilfe in der Schweiz: SOS Spielsucht, Helpline 0800 040 080 (kostenlos und anonym, sos-spielsucht.ch; Online-Beratung über safezone.ch). Hilfe in Österreich: Spielerschutz-Hotline 0800 202 304 (gebührenfrei, betrieben von der Plattform playsponsible.at der Casinos Austria und Österreichische Lotterien) oder unabhängig die Spielsuchthilfe (kostenfrei, vertraulich).
Praktische Tipps
- Lege vor dem Spielen ein Monatsbudget fest und halte es ein.
- Speichere Zahlungsbelege, falls du später Fragen zu Ein- und Auszahlungen hast.
- Rechne damit, dass Auszahlungen eine Identitätsprüfung (KYC) erfordern.
- Prüfe auf der Seite Casino prüfen jeden Anbieter, bevor du einzahlst.
Fragen zum Glücksspielrecht in Österreich
Ist ein Online-Casino in Österreich legal?
Legal anbieten darf derzeit nur, wer eine Konzession hat. Online-Casinospiele sind aktuell praktisch nur über win2day möglich. Bei Anbietern ohne österreichische Konzession fehlt dir der Schutz der Konzessionsbedingungen.
Kommt in Österreich ein Lizenzsystem?
Medienberichten zufolge ja, frühestens ab Oktober 2027. Den beschlossenen Gesetzestext haben wir nicht geprüft.
Gibt es in Österreich eine Sperrliste wie in der Schweiz?
Eine mit der Schweizer Sperrliste vergleichbare Liste haben wir nicht gefunden. Wir behaupten daher nicht, dass es sie gibt.
Kann ich mir in Österreich eine Spielsperre eintragen lassen?
Ja, bei konzessionierten Anbietern gibt es Selbstsperren. Wie sie bei einem Anbieter ohne österreichische Konzession wirkt, ist nicht gesichert. Wer gesperrt ist, spielt nicht.
Sind Gewinne steuerfrei?
Dazu machen wir bewusst keine Aussage für Österreich. Frag eine Steuerberatung oder das Finanzamt.
18+. Spiele nur mit Geld, das du entbehren kannst. Regeln und Schutz unterscheiden sich von lizenzierten Schweizer und österreichischen Anbietern.
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